Ich versuche es kurz zu machen:
Zu Weihnachten haben wir unserem Sohn, der ein totaler LEGO Fan ist, “Garmadons Festung” aus der LEGO Ninjago-Reihe geschenkt. LEGO Ninjago ist aktuell offensichtlich eine der starken Produktreihen des Spielzeugherstellers, denn teilweise sind Produkte nach nur kurzer Zeit gar nicht mehr zu bekommen.
Mein Sohn wollte unbedingt die Festung des Garmadon, dem Fiesling der Serie, und freute sich wie verrückt, als er das Paket am 25.12.2011 öffnete. Kurze Zeit darauf haben wir uns dann ans Aufbauen begeben. Wobei ich eigentlich beim Aufbauen nur als Gesprächspartner fungiere. Felix, seit Oktober sechs Jahre alt, baut LEGO Pakete völlig selbständig auf, die für Kids ab acht Jahren oder älter gedacht sind. Das freut uns natürlich sehr.
Wir saßen also am Tisch und öffneten das unversehrte LEGO Paket. Und was kam zum Vorschein? Nur eine von zwei Anleitungen und nur drei von vier Tüten. Autsch! Das war blöd, da man mit den restlichen Teilen natürlich nix aufbauen konnte. Außerdem fehlte die zweite Anleitung.
Was also tun? Nachdem ich Felix´ Tränen getrocknet und seine Enttäuschung etwas gemildert hatte, habe ich zuerst bei der PR-Agentur von LEGO angerufen. Dort verwies man mich an eine Hotline von LEGO. Ich versprach mir ehrlich gesagt nicht viel von dem Anruf, der dann kostenlos nach England umgeleitet wurde. Wieso sollte man uns glauben? Wieviele Typen rufen denn wohl kurz nach Weihnachten an und erzählen ähnliche Geschichten? Ich machte mich innerlich schon einmal auf den Weg zum nächsten Spielzeuggeschäft – um das Set noch einmal zu kaufen.
Am Telefon begrüsste mich dann eine sehr nette Frau, die auch Deutsche zu sein schien. Ihr erzählte ihr unsere Geschichte in allen Einzelheiten und bot ihr an, dass ich auch Fotos von Weihnachten (mit der unversehrten Verpackung) etc. schicken könnte. Das war aber nicht möglich. Sie bot direkt Hilfe an. Zuerst fand sie heraus wieviele Einzelteile die erste Tüte beinhaltete. Denn: Sie hätte mir 30 Einzelteile gerne nachbestellt. Bei mehr als 30 Teilen macht das aber keinen Sinn, meinte sie. Zuviel Aufwand. Leider war es so, dass die erste Tüte etwa 50 Einzelteile beinhaltete. Also bot sie mir an, dass wir mal im Online-Shop nachsehen, ob Garmadons Festung noch lieferbar war. War sie nicht. Denn die Auslieferung der neuen Teile, die seit wenigen Tagen im Handel erhätlich sind, stand kurz bevor.
Nach einer kurzen Rücksprache bot sie mir dann an, dass ich mir ein anderes Produkt aus der neuen Serie aussuchen dürfe. Auch zwei, da unser Paket etwas teurer war. Ich entschied mich spontan für den LEGO Ninjago Flügelsegler, den mein Sohn bereits aus einer Werbung kannte und ganz spannend fand.
Dieser kostete aber etwas mehr als das reklamierte Paket. Also bot ich an, dass ich doch die paar Euro bezahlen könne. LEGO war aber so kulant und lehnte ab. Man wollte das Geld nicht und verbuchte das unter Kundenservice. Immerhin habe unser Sohn ja auch an Weihnachten nix zum Aufbauen gehabt. Stimmt eigentlich! Trotzdem war ich überrascht von soviel Kundenfreundlichkeit.
Man forderte uns auf, die Verpackung des reklamierten Pakets einzuschicken. Was wir auch taten und nach gut einer Woche erhielten wir dann eine E-Mail und einen weiteren Anruf, dass alles in Ordnung sei und das man nun das neue Paket an uns verschicken würde. Nach nur zwei Tagen war das Paket hier und Felix glücklich!
Seit eben ist der LEGO Ninjago Flügelsegler nun auch komplett aufgebaut und Felix hat für HYPEKIDS erst einmal ein paar Fotos gemacht.
Danke LEGO! Das war großer Service.
PS: Wir haben zu keinem Zeitpunkt erwähnt, dass wir redaktionell mit LEGO arbeiten. Es handelte sich bei der Telefonnummer um die reguläre Kundenhotline. Damit ist davon auszugehen, dass LEGO tatsächlich einen so guten Service bietet.







