LEGO ist rentabler als DAX Aktien

Über diese Nachricht freuen sich spielbegeisterte LEGO Fans und Finanzjongleure. Kinder werden allerdings wenig begeistert sein.

Das durchschnittliche LEGO-Set wächst pro Jahr um 12 Prozent im Wert. Mit ein bisschen Platz im Keller kann man damit höhere Renditen erzielen als mit dem Dax.

Der Millenium Falcon für 3.500 Euro

The Telegraph hat in einer Analyse, zusammen mit der Lego-Community BrickPicker.com gezeigt, dass ungeöffnete LEGO-Sets pro Jahr um durchschnittlich 12 Prozent im Wert steigen. Das ist mehr als der Dax: Der hat in den vergangenen 30 Jahren „nur“ rund neun Prozent pro Jahr gewonnen.

Besonders hoch im Kurs stehen Sammlersets, die LEGO nicht mehr produziert. So kostete die „Ultimate Collector’s Millennium Falcon“ zu Star Wars 2007 rund 450 Euro – heute ist es rund 3.500 Euro wert. Unter den aktuell fünf teuersten Sets bei BrickPicker.com sind gleich drei aus dem Star-Wars-Universum. Neben dem Millenium Falcon sind das der Todesstern und der Sternenzerstörer.

2.230 Prozent Rendite

Schier unfassbar ist die Wertentwicklung von der „Cafe Corner“. Das Set wirkt ziemlich unspektakulär, hat seinen Einkaufspreis von rund 120 Euro aus dem Jahr 2007 bis heute aber um 2.230 Prozent auf 2.750 Euro gesteigert.

Solche Renditen erzielt man aber nur mit ungeöffneten und gut erhaltenen Sets. Handlungsort ist nicht die Wallstreet oder das Parkett in Frankfurt. Meist werden die LEGO Schätze auf eBay gehandelt. Die höchsten Renditen gibt es mit limitierten Kollektionen, etwa zu Filmen wie Star Wars oder anderen Sets, deren Produktion eingestellt wurde.

Der Nachteil von LEGO-Investments

12 Prozent Rendite pro Jahr klingen sehr verlockend, doch das Investment in LEGO-Steine hat gegenüber Aktien natürlich einen „großen“ Nachteil: Lego-Steine existieren physisch.

Wer groß in das Geschäft mit den Bauklötzen einsteigen will, braucht neben Geduld auch richtig viel Platz, um die Sets zu lagern. Ausserdem braucht man auch etwas Zeit, um die Sets bei Ebay einzustellen und zu verschicken.

BrickPicker.com gibt den künftigen LEGO-Investoren ein paar Tipps: Die Größe eines Sets spielt keine Rolle, gerade einzelne Mini-Figuren steigen oft rasant im Wert. Man sollte nur Sets kaufen, die nach 2000 gebaut wurden. Sets aus dem 20. Jahrhundert sind oft weniger fantasievoll designt und deswegen weniger wert. Außerdem sollten die LEGO Schachteln trockenen und dunklen Ort aufbewahren und vertikal stapeln (wie Bücher), weil anders die Packungen kaputt gehen können.

Erwachsene freuen sich über diese Nachricht freuen und in Gedanken plane ich bereits meinen Keller ein wenig um, damit ich mir 2 bis 3 Sets, zur reinen Wertschöpfung, zu legen  kann. Meine Kinder werden das nicht gut finden, denn für sie ist LEGO einfach zum Spielen da und nicht um ungeöffnet, sicher verpackt, im Keller zu stehen.
Quelle: Finanzen100.de

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