WO ist mein Kind?

Jeden Tag fallen in Deutschland Kinder einem Verbrechen zum Opfer! Es ist die mit Abstand schrecklichste Vorstellung, nicht zu wissen, wo sein Kind ist. Nur der Gedanke daran, seinem eigen Fleisch und Blut könnte etwas angetan werden, lässt wohl jeden Eltern das Blut in den Adern gefrieren, den Atem stocken, das Herz explodieren…

Heute bin ich über einen Beitrag der facebook Kampagne „Deutschland findet euch“ der Initiative vermisste Kinder gestolpert, den ich euch hier weitergeben möchte.

„Liebe Freunde, aufgrund der aktuellen Ereignisse um den Fall der 12-jährigen Franziska aus Möckenlohe (Bayern), die nach aktuellem Ermittlungsstand der Polizei einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel, möchten wir Euch nochmals auf grundsätzl…iche, präventive Verhaltensweisen hinweisen.Ein Handy kann Lebensretter seinAuch Franziska führte ein Handy mit sich und versandte eine SMS an eine Freundin. Sie fühlte sich von einem Fahrzeug verfolgt. Wie wir nun wissen, handelte es sich hierbei allen Erkenntnissen nach um den späteren Peiniger des Mädchens.Franziskas Eltern hingegen gingen gutgläubig davon aus, dass Franziska bei eben dieser Freundin übernachtete. Erst am Morgen darauf informierten sie die Polizei.Besprecht die Nutzung des Handys im Notfall bereits vorab und wiederholt mit Euren Kindern.Falls Euer Kind (auch aus Altersgründen) noch kein eigenes Handy besitzt und regelmäßig nutzen sollte, könnt Ihr auch eine Mitnahme auf besonderen Wegen vereinbaren (zum Sport/ Schulweg/ Besuch von Freunden).

Es genügt hierbei ein sogenanntes Einfachhandy aus dem Elektromarkt, welches in der Regel für etwa zwanzig Euro erhältlich ist. Einzelne Modelle haben zusätzliche Sicherheitsmerkmale, wie einen Täuschungsanruf, eine Notfall SMS an vorbestimmte Rufnummern und anderes. Informiert Euch hierzu am besten bei einem Händler vor Ort.

Speichert Eure Hausrufnummer und beispielsweise die der Großeltern und zusätzliche Kontaktadressen über den Tastenspeicher ein.

So kann ein Anruf durch längeres Halten einer einzelnen Taste ausgelöst werden.

Übt mit Euren Kindern den Notruf unter der 112. Die 112 ist die einzige Rufnummer, die in Deutschland, wie auch in den anderen EU-Staaten Sonderrechte besitzt (im Unterschied zur 110).

Entgegen der landläufigen Meinung ist dies nicht die Nummer der Feuerwehr, sondern der sogenannte Euronotruf, über den die zentrale Rettungsleitstelle erreicht wird.

Die besonderen Sicherheitsmerkmale der 112 liegen darin, dass beispielsweise auch bei nicht verfügbarem Empfang des eigenen Netzproviders (z.B. in ländlichen Lagen) automatisch ein beliebiges verfügbares Mobilfunknetz ausgewählt wird.

Zudem wird der Notruf über die 112 allen anderen Anrufen vorangestellt, so dass auch bei einer Auslastung des Netzes der Anruf bevorzugt durchgestellt wird.

Trefft klare Absprachen

Verabredet eine klare zeitliche Absprache, wann Euer Kind zuhause sein soll. Sofern etwas dazwischen kommen sollte oder sich Euer Kind beispielsweise kurzfristig zum Übernachten bei Freunden entschieden hat, verabredet auch hierzu klare, gemeinsame Regeln – auch mit den Eltern der Klassenkammeraden und des Freundeskreises Eures Kindes.

Besprecht Euch mit den Eltern der übrigen Kinder aus Schule und Verein und habt wechselseitig eine aktuelle Telefonliste vorliegen.

Informiert umgehend die Polizei

Denkt zudem daran, dass Ihr bei ungewöhnlichen Vorfällen umgehend die Polizei informiert.
Es gibt keine Wartezeit, sobald Euer Kind nicht erreichbar ist und sich ungewöhnlich lange verspätet oder nicht wie vereinbart erscheint.

Ein Vermisstenfall duldet keinen Aufschub und es gibt keinen falschen Alarm. Allein die Polizei kann aufgrund der vorliegenden Umstände entscheiden, welche Maßnahmen im Weiteren zu treffen sind.

Aus Rücksicht auf die Familie des Mädchens möchten wir Euch darum bitten, von Kommentaren zum Sachverhalt des Verbrechens Abstand zu nehmen.

Vielen Dank!

Euer Deutschland findet euch Team.“

 

Wir wollen unsere Kinder vor schrecklichen Dingen bewahren, wir wollen ihnen am liebsten die Augen verbinden vor der grausamen Realität, aber ein Gespräch über solch „böse Dinge“, ein paar einfache Absprachen und ein einfaches Handy können vielleicht im Notfall das Leben unserer Liebsten retten!
Mehr Infos zur „Initiative Vermisste Kinder“ findet ihr HIER. Die Kampagne „Deutschland findet euch“ findet ihr auf facebook.
…euer feenkind

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