Im (Härte-)Test – der BOB Sport Utility Stroller von Britax Römer

Seit diesem Sommer haben wir bei uns hier im feenkind-Nest einen neuen Mitbewohner! Er ist für jeden Unsinn zu haben, ist ausgesprochen friedlich und wenig anspruchsvoll, er wohnt schließlich im Hausflur, beizeiten „urlaubt“ er auch im Kofferraum! Und er ist überall dabei, wirklich überall! Sein Name ist BOB…

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Genau gesagt BOB Sport Utility Stroller, ein robuster, geländegängiger Sportbuggy der Spitzenklasse, den wir dank Britax Römer ausgiebig testen dürfen.

Als im Juli ein riesiges Paket geliefert wurde, war die Freude groß – Sommerferien vor der Türe, viele geplante Ausflüge und ein jüngste Tochter, die ihre zwei Beinchen entdeckt und alles wollte, NUR NICHT IM RICHTIGEN KINDERWAGEN SITZEN.

Der Aufbau ließ dann meinen Mann kurzzeitig schwitzen. Das Handbuch  von Britax war für uns leider etwas verwirrend, so dass wir den BOB letztendlich lieber ohne selbiges zusammengeschraubt haben. Dies ging dann aber völlig problemlos. Lediglich die Spureinstellung des vorderen Rades war ein wenig aufwändiger und musste ein paar Mal justiert werden.

Ein paar Tage später hatte BOB dann auch schon seinen ersten Auftritt. Mein Sohn wollte zu den Eisbach-Surfern und so nahm die Kleine in ihrem neuen Gefährt Platz und ab ging’s mit der Sbahn zur „Welle“. Erster großer Pluspunkt: der Korb unter der Sitzfläche ist für einen Buggy erstaunlich geräumig, so dass ich neben allerlei Funktionsklamotte auch noch Getränke und Snacks unterbringen konnte. Die ersten Meter auf Asphalt waren in der Tat etwas gewöhnungsbedürftig, da der Radstand doch imposant und somit anfänglich ein wenig schwer einzuschätzen ist. Ich bin meinem Mann dann doch des Öfteren in die Hacken gefahren. Auch ein „Dreirad“ waren für mich bis dato neu, so dass ich erst einmal doch ein wenig Angst hatte, der Wagen könnte mir an Bordsteinen und unebenen Kanten leichter kippen. Die Angst ist aber tatsächlich unbegründet, da BOB durch seine großen Luftreifen sehr stabil und sicher fährt. Da das vordere Rad fest montiert ist, ist der Buggy auf Asphalt oder im Sbahn-Getümmel natürlich nun auch nicht der Wendigste. Dieser Punkt hat mich allerdings am allerwenigsten gestört, da schwenkbare Räder grundsätzlich nichts für mich sind und auch unser Kinderwagen keine hatte. Und meine Tochter störte es schon zweimal nicht. Die residierte von der ersten Minute in IHREM BOB, der auch wirklich eine tolle gepolsterte und breite Sitzfläche vorweisen kann. Die Federung der Spitzenklasse tut ihr Übriges, um den Kleinen einen tollen Fahrkomfort zu bieten. Ein wenig gewöhnungsbedürftig war dann das Verstellen der Sitzposition. Die Liegeposition erreicht man mittels zweier Stoffriemen, die man seitlich verstellen kann. Das ist, zumindest wenn man allein unterwegs ist, erst einmal ein wenig schwierig. Zumindest, wenn man beide Riemen gleichzeitig verstellen will. Dafür ist Madame dann beim Mittagsschlaf, trotz 30 Grad und strahlender Sonne, dank des sehr weit nach vorn zu klappenden Verdecks, perfekt geschützt.

Citytauglichkeit bestanden, wenn auch durch eingeschränkte Wendigkeit und große Abmessungen mit kleinen Abzügen. Aber dafür ist der BOB Utility Stroller ja auch nicht ausgelegt, also weiter im Test…

…und rein ins Gelände! Genau gesagt Richtung Tegernsee und ab ins Voralpenland. Kurz hinterm Tegernsee geparkt, an der Mautschranke in Enterrottach, ging es knapp 1300 Höhenmeter durch den Wald rauf zur Hafner Alm. Der Weg ist super zu laufen, wenn denn die Ausrüstung passt. Denn es geht zwischenzeitlich ordentlich bergauf und auch der Boden ist durch groben Schutt und unebenes Gelände nicht gerade Tanzparkett. Der BOB hält hier wirklich, was er verspricht. Unebenes und durch Schotter „rutschiges“ Gelände meistert er mit seinen hochfesten Polymerrädern mit Bravour und kommt auch durch Wurzeln und Äste nicht so leicht aus dem Gleichgewicht. Trotz seiner Robustheit und beeindruckenden Abmessungen, ist der Sportbuggy leicht bergaufzuschieben – auch für Frauen. Meine Tochter saß gut gefedert und hatte sichtlich Spaß, was ich durch das große Sichtfenster im Verdeck gut sehen konnte. Dank gepolstertem 5-Punkt Gurt hatte ich  auch keine großen Bedenken, dass mir die Kleine aus dem Wagen purzelt, wenn‘s mal ruckeliger wird. Bergab kostet es dann nach einiger Zeit etwas Kraft, BOB zu bändigen. Er verfügt zwar über eine praktische Handbremse, diese bremst aber nur das Vorderrad, was vor allem auf Schotterwegen teilweise ein wenig Kraft und Geschick benötigt. Eine weitere Handbremse für die Rückräder wäre hier bestimmt klasse! Ein am gepolsterten Lenker angebrachter Handgelenkgurt hat mir aber auch hier ein großes Stück Sicherheit gegeben. Ums Handgelenk gewickelt, ist das im bergigen Gelände einfach eine tolle „Versicherung“.

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Fazit im Gelände: perfekt – dafür ist BOB gemacht und das merkt man. Auf Schotter, Kies, Sand oder Wiesen, der Buggy ist auf allen Untergründen perfekt geländegängig und lässt sich super handeln! Beide Daumen hoch…Ein Dritter würde mir bestimmt wachsen, wenn noch eine weitere Handbremse vorhanden wäre ;)!

Outdoor-Freaks, Sport-addicts hin oder her, unschlagbar im Gelände Beiseite gepackt – bei einem Buggy, der nun nicht gerade 20 Euro kostet, ist mir der „Allroundcharakter“ doch auch wichtig. Daher haben wir unseren BOB seither in unzähligen Situationen getestet und dabei gehabt. Im Naturpark, in Freizeitparks, im Wald, auf weiter Flur und im dichten Stadtgetummel, auf dem täglichen Weg zum Kindergarten und zur Krippe. In der Sbahn, Ubahn, im Auto. Unser Fazit: ein nahezu perfekter Wagen für aktive Outdoorfamilien. Im Gelände tatsächlich unschlagbar, ist der BOB Utility Stroller aber auch für die täglichen Stadtaktivitäten völlig problemlos zu handhaben und bietet vor allem den Kleinsten einfach einen tollen Fahrkomfort. Auch der Transport im Kofferraum ist kein allzu sperriges Problem, denn die Räder lassen sich durch einen praktischen Klippmechanismus sehr einfach abmontieren.

Seit Kurzem begleitet mich BOB mit Töchterlein im Übrigen gern mal zum Inlinern. Da der Utility Stroller auch zum Joggen und Skaten zugelassen ist, wird er natürlich auch gleich in‘s Mama-Workout mit einbezogen. Und wenn der erste Schnee liegt, bin ich schon gespannt, wie sich BOB durch winterliche Joggingtouren schlägt – ich werde berichten…

 

Wir lesen uns, euer feenkind

 

Weitere Infos zum BOB Utility Stroller, interessante Testberichte und Experteninterviews findet ihr auch HIER

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