Buchtipp: „Die Monster sind krank“ von Emmanuelle Houdart

Heute möchten wir euch ein schönes Buch vorstellen, das zwar eigentlich eher für Kinder im Alter zwischen fünf und sieben Jahren empfohlen wird, aber auch viel ältere und gerne auch erwachsene Leser werden ihren Spaß haben. Schon allein das Format, das fast DIN A3 entspricht macht es schon mal interessant und lässt es aus dem heimischen Regal stechen.

Die Kurzbeschreibung macht auf jeden Fall schon mal Lust auf mehr: „Der Teufel hat Durchfall und die Hexe ist heiser – auch Monster sind mal krank. Und das Buch, das von ihnen handelt, vertreibt jede Angst und macht gesund.“ Diese Geschichten zusammen mit sehr ausgefallenen Illustrationen ergeben die perfekte Kombi in diesem schönen Buch mit 40 Seiten.

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Vampire, Teuflin und Skelette, alle diese unheimlichen Kreaturen wirken nur noch halb so bedrohlich, wenn es sie erwischt und sie krank werden. Denn auch Monster können Windpocken oder Läuse bekommen, unter Migräne leiden oder mit Durchfall ans Klo gefesselt sein. Vor allem haben Monster auch mal Angst und können sogar depressiv werden. Dann helfen nur noch Schmetterlingsküsse, warme Getränke und ein besonders weiches Kuscheltier, damit es wieder besser wird.

Emmanuelle Houdart hat in leuchtenden Farben und einem unverwechselbaren Stil sagenhafte Monster erschaffen und erzählt, wie sich verschiedene Krankheiten auf diese Wesen auswirken und wie man die Leiden am besten behandelt. Wenn man liest, dass Marienkäfer-Pipi den Juckreiz der Windpocken mildert, wirkt die Krankheit schon weniger schlimm, und die Angst vor Monstern verliert der Leser und Betrachter spätestens, wenn er erfährt, dass liebeskranke Waffenhändler ihren Herzschmerz mit zartschmelzender Nussschokolade heilen.

Ein außergewöhnlicher Augenschmaus!

Über den Autor

Emmanuelle Houdart wurde 1967 in der Schweiz geboren. Sie hat die École des Beaux Arts in Sion und die École Supérieure d’Art Visuel in Genf absolviert und arbeitet heute als Malerin und Illustratorin. Seit 1996 sind zahlreiche Kinderbücher von ihr erschienen.

dpa, 15. August 2006
Gesund wird man als kränkelnder Leser nicht nur durch das Wissen, dass es den Monstern kaum besser ergeht, sondern durch die hilfreichen Tipps: Nussschokolade gegen Liebeskummer oder afrikanische Liebeslieder bei Schlaflosigkeit. Ganz undenkbar wäre der Heilerfolg aber ohne die fantastischen, an Popart der 70er Jahre erinnernden Illustrationen.

Literaturen, September 2006
Ein monströs üppiges Werk

Die Zeit, 7. September 2006
Der augenöffnende Blick in die Wehwehchen von Monstern. Tröstlich und umwerfend.

Die Welt, 9. September 2006
Ein Prachtband von Bilderbuch (…) auf karnevaleske Art komisch.

3sat – Kulturzeit, 6. Oktober 2006
Emmanuelle Houdarts „Die Monster sind krank“ erfreut auch sehr große Kinder.

Spiegel spezial, Heft 7/2006
Die schönsten Bilderbücher bringten die kleinen Betrachter zum Träumen oder zum Nachdenken – oder sie rufen dieses angenehme warme Trostgefühl im Bauch hervor. Im besten Fall bewirken sie sogar alles zugleich. „Die Monster sind krank“ ist eines von ihnen.

Die Zeit, 28. September 2006
Der Fantasie werden die Grenzen genommen. Was dabei herauskommt, ist von einer Farbigkeit, die trunken macht, so viel Schwarzviolettpinkdunkelrot auf jeder Seite, dass man die Augen nicht mehr schließen möchte.

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