Bessere Bedingungen für Tagesmütter geplant

Wie die Onlineausgabe der Zeitschrift Eltern berichtet, werden lt. neuester Statistiken deutschlandweit über 124.000 Kinder von Tagesmüttern betreut. Da die Tagessätze immer noch zu gering sind, damit Tagesmütter von ihrer Arbeit leben können, setzt sich Bundesfamilienministerin Kristina Schröder für bessere gesetzliche und finanzielle Rahmenbedingungen ein.

Eine neue Statistik des Statistischen Bundesamts zeigt, dass die Zahl der betreuten Kinder 2011 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 12.000 auf 124.000 angewachsen ist. Bei Kindern unter drei Jahren gab es sogar einen Anstieg um 8.000 betreute Kinder, was elf Prozent entspricht. Anhand der Zahlen erkennt man, dass auch für die Kommunen die Kindertagespflege in den Vordergrund rückt, wenn sie ab 2013 den Anspruch für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr erfüllen möchten.

Doch für die Tagesmütter reichen die Löhne bei Weitem nicht aus. Bei den Befragungen des Statistischen Bundesamts stellte sich heraus, dass fast 33% aller Befragten sogar unter 365 Euro pro Monat verdienen. 18 Prozent beziehen mehr als 1.000 Euro, während der Durchschnittswert bei ca. 600 Euro pro Monat liegt. Es zeigt sich, dass Tagesmütter ohne weitere Einkommensquellen oder Vergünstigungen nicht genug zum Leben haben.

„Qualität gibt es nicht zum Nulltarif“, so Bundesfamilienministerin Schröder. „Wenn wir von Tagesmüttern und Tagesvätern eine hohe Betreuungsqualität fordern, muss sich das auch in der Bezahlung und den rechtlichen Rahmenbedingungen niederschlagen. Ich habe deshalb im vergangenen Jahr eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe initiiert, um die rechtliche und finanzielle Situation der Tagespflegepersonen zu verbessern.“ Begleitet wird diese Arbeit durch eine kostenlose Online-Beratung, auf die jede Tagesmutter und jeder Tagesvater zugreifen kann www.fruehe-chancen.de

Übrigens: Wer sich an einer staatlich anerkannten Fachschule zur Erzieherin bzw. Erzieher oder in einer Berufsfachschule in einem sozialpädagogischen Assistenzberuf ausbilden lassen und zugleich weiter Kinder betreuen möchte, der kann einen Weiterbildungszuschuss in Höhe von 150 Euro beantragen. Fällt ein Schulgeld an, so kann dies ebenso zum Teil erstattet werden.

Weitere Informationen zur Kindertagespflege und zum Aktionsprogramm finden Sie unter www.bmfsfj.de

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